Kind minds im Dialog #10 mit Lukas Studer – Was macht ein Gespräch wirklich gut?
Shownotes
Viele kennen ihn als Gesicht und Stimme des Schweizer Sports. Seit Jahren begleitet er die grössten Momente des Schweizer Sports am Fernsehen, führt durch Sendungen, kommentiert Ereignisse und spricht mit Athletinnen und Athleten in den entscheidenden Momenten ihrer Karriere.
Doch was mich an Lukas Studer am meisten beeindruckt, ist nicht seine journalistische Kompetenz oder seine Bekanntheit. Es ist die Art, wie er Menschen begegnet. Seine Neugier, seine Aufmerksamkeit und sein ehrliche Interesse am Gegenüber machen ihn zu einem Menschen, bei dem man sich schnell gesehen und wertgeschätzt fühlt.
In unserem Gespräch sprechen wir darüber, wie ein handgeschriebener Brief seinem Berufsleben eine entscheidende Richtung gegeben hat, weshalb gute Gespräche weit mehr mit Zuhören als mit Sprechen zu tun haben und wie er mit einem Shitstorm umgegangen ist, der durch einen gut gemeinten Satz ausgelöst wurde.
Wir sprechen über Selbstverantwortung, Kommunikation, Fehlerkultur, Medien, Haltung und darüber, warum echte Begegnungen in einer Zeit voller Selbstinszenierung vielleicht wichtiger sind denn je.
Für mich war dieses Gespräch zudem ein ganz besonderes Erlebnis, denn wir durften es am legendären Sportpanorama-Tisch des Schweizer Fernsehens aufzeichnen. Ein Ort, an dem seit Jahrzehnten spannende Geschichten erzählt werden und der perfekt zu einem Gast passt, der selbst ein Meister guter Gespräche ist.
Transkript anzeigen
00:00:03: Egal wer vor mir steht, ob es der Böschler ist oder Roger Federer oder du.
00:00:08: Oder ein Techniker oder irgendetwas.
00:00:11: Niemand ist wirklich niemand und mehr wie der andere.
00:00:15: Nimmer steht über jemand anderem?
00:00:16: Niemand!
00:00:18: Das macht jetzt so Blumptöne aber mein Vater hat mir das vorgelebt.
00:00:21: Er war Chefarzt.
00:00:22: Und er war eigentlich im Dorf von einem Kanton in Thurgau recht persönlich.
00:00:28: Jeder hätte ihn gekannt.
00:00:31: Aber mein Vater Der war am Wochenende mit dem unterlieblim Gatem Rosenschneiden, hat allen heu gesagt.
00:00:40: Herzlich willkommen zum Podcast.
00:00:41: Keine Meinz im Dialog!
00:00:43: Mein Name ist Marc Paglioppi und ich unterstütze Menschen Teams und Unternehmen dabei ihre emotionale Intelligenz zu stärken und sehr stirksam
00:00:51: zu werden.
00:00:52: In meinem Podcast lade ich Menschen ein, die mir im Leben begegnet sind Und mich mit ihrer Art wie sie wieder anderen Menschen umgehen beeindruckend und inspirierend.
00:01:01: Einen dieser Menschen ist der Ruka Studer.
00:01:04: Kennengelernt haben wir uns bei meiner ersten Keynote auf der Bühne.
00:01:08: Lukas hat mich damals als Moderator vom Event unglaublich unterstützend durch den für mich besonderen Schritt begleitet.
00:01:15: Er ist nicht nur einer von den bekanntesten Sportmoderatoren der Schweiz, sondern vor allem ein Mensch, welcher das Herz im richtigen Ort hat und mit echter Begeisterung auf Menschen zugeht und mit ihnen entsprechend wunderbar umgeht.
00:01:29: In unserem Gespräch erfährst du wie in einem handgeschriebenen Brief seinem Berufsleben eine entscheidende Richtung hat und weiss, was selbst die Verantwortung damit zu tun hat.
00:01:39: Wertvolle Tipps, was es wirklich braucht, damit ein Gespräch gut oder nicht so gut wird Wie aus einem Gut gemeinten Spruch einen riesigen Shitstorm entstanden ist und was Lukas heute aus dieser Erfahrung mitnimmt und anderen mit auf den Weg gibt.
00:01:55: Und mir will eine Person ergern mal zwei Stunden lang das vertieftes Gespräch führen würde und du wirst überrascht sein mit wem.
00:02:02: Dass das Gespräch einem legendären, gesprächstisch vom Sport-Panorama im SRF-Studio stattgefunden hat ist für mich persönlich ein weiterer
00:02:11: Seilheim.
00:02:13: Wenn du Lust
00:02:14: auf mehr inspirierende Gespräche über mein Z Haltung und die Menschen hinter den Erfolgsgeschichten hast, dann folge und abonniere kein Mainz im Dialog auf Spotify!
00:02:24: Damit unterstützt du dieses Projekt und hilfst mir, dass ich auch künftig spannende Persönlichkeiten einladen kann.
00:02:31: Ich wünsche dir viel Freude beim Losen, wertvolle Learnings und jede Menge Inspiration.
00:02:38: Hallo lieber Lukas!
00:02:39: Ich freue mich extrem, hier bei dir zu sein.
00:02:43: Beim Schweizer Fernsehen ist unglaublich fast ein kleiner Traum, der wahrgegangen geworden ist für mich, dass ich dich dort treffen und mit dir reden darf.
00:02:51: Und ich muss dir ganz ehrlich sagen, als ich angekommen bin, habe ich gerade ein kleines Angst, was sie machen
00:02:55: müssen.
00:02:55: Echt?
00:02:56: Ich mag das erst mal.
00:02:58: Ja?
00:02:58: Wirklich?
00:02:59: Hey... Es macht schon etwas mit einem, wenn man hierherkommt.
00:03:03: Wir sehen den grossen Fernsehsender und begegnen einen oder anderen Personen.
00:03:09: Ich habe bereits zwei andere gesehen, die wir sehr gut aus dem Fernsehen kennen.
00:03:14: Ja es macht etwas mit einem.
00:03:15: Es kommt eine kleine Nervosität auf.
00:03:17: Aber ganz ehrlich, seit ich dich getroffen habe, ist sie ja wieder weg, weil ich mich dir sehr wohl fühle!
00:03:22: Ich weiss was du meinst, dass mir früher auch so ging... Ich bin das erste Mal hier in dieses Gebäude.
00:03:29: Ich habe dort ein Praktikum gemacht bei RTL ProSieben, die zu Schweizer Fenster hatte, Privatzänder und da waren wir gerade so weit gewesen, dass wir es noch mal essen.
00:03:37: Und dann, wenn ich mich als Beniturnheerse gesehen habe, habe ich kurz eine Sprache, also all diese grossen Figuren.
00:03:42: Das war eher fürchtig.
00:03:48: Ja, ich verstehe genau, was du meinst.
00:03:51: Es macht etwas mit heim.
00:03:52: Ja achte
00:03:52: etwas mit Heim muss ich sagen.
00:03:55: Wiederum glaube ich auch, dass das Thema bei dir war.
00:03:59: Das habe ich einmal in der Vergangenheit verlesst und ein bisschen Nervosität vorgekommen.
00:04:04: Wie ging es mit dem Umgang?
00:04:06: Es ist tatsächlich so ... Im Jahr im Jahr two-tusendundnein habe ich angefangen zu moderieren.
00:04:10: Ich erinnere mich an die ersten Sendungen.
00:04:13: Die waren nicht nur lässig.
00:04:15: Du kannst ja schon trainieren irgendwo im Büro mit einem Coach moderieren!
00:04:19: Das kannst du schon lernen, trainieren, gewisse Skills Dramaturgische Sachen.
00:04:25: Aber wenn der Regisseur abzählt, noch dreißig Sekunden, noch zehn, noch drei, top und jetzt musst du liefern!
00:04:32: Das kannst du nie üben, nur auf dem Sender.
00:04:35: Und das habe ich am Anfang so schwierig gefunden.
00:04:37: Ich wusste, ich bin bereit, es kann losgehen... ...und dann die ersten paar Sendungen, wenn den Regisseure abzählten, weil ich da im Studio gesagt habe, nein, nein!
00:04:44: Warte noch schnell, warte noch!
00:04:45: Es gibt
00:04:46: kein
00:04:47: Wort, du hast eine Nullzeit.
00:04:50: Am Anfang war ich Wahnsinnig nervös war.
00:04:52: Ich habe dann auch Sachen gemacht, die ich nie mehr machen würde.
00:04:54: Ich musste davon auswändig lernen, dass du weißt was deine Sätze hatte und gewissst, ich muss mir irgendetwas festklammern.
00:05:01: Ich finde es ist so ein Job, wo du wahnsinnig musst reinkommen oder Kilometer fressen musst.
00:05:07: Du musst möglichst viel Auftritt haben damit du so reinkommst und eine Sicherheit gewünscht.
00:05:13: Und ein ganz richtiges Vertrauen in dich selber.
00:05:15: Hey!
00:05:16: Ich kann das?
00:05:16: Das geht?
00:05:18: Vertrauen gewünscht nur durch positive Erlebnisse, aber die musst du zuerst mal haben und die hast du am Anfang eben nicht.
00:05:24: Und ja, die ersten paar, ich gebe es so, dass ich ein bisschen brauche bis ich da drin war.
00:05:30: Ist doch glaube ich auch etwas, was gesund ist?
00:05:32: Dass man in Situationen kommt, wo wir ... Wo man vielleicht am Anfang auch nicht gerade der Meister ist.
00:05:38: Ich glaube, das geht allen gleich.
00:05:40: Ich sehe, dass der Sportler, der zuerst einmal eine grosse Auftritt hat beim ersten Rennen bei Insider Erfahrungen sammeln und da mag ich mich jetzt auch sehr gut erinnern ein bisschen in den Bruch schnell zu schliessen mit Tieren, die wir uns kennengelernt haben, wo ich das erste Mal vor ja in meinen Augen vierhundert Leute an diesen Auftreten auftreten darf.
00:05:55: Das war für mich zum ersten Mal.
00:05:58: Du bist dort der Moderator gewesen
00:06:01: hast ...
00:06:02: Du bist sehr auf eine coole Art auf mich eingegangen.
00:06:06: Du hast gesagt, wie soll ich dich abholen?
00:06:09: Dass du dich wohlfühlst vor den Leuten, die.
00:06:12: das kann ich machen.
00:06:13: Schliessendlich gab es mir zwei Optionen und ich wusste nicht, welche.
00:06:16: Aber du hast gespürt, welche!
00:06:17: Und du hast genau so gemacht, dass ich im Moment war.
00:06:22: Wenn ich im moment bin, dann ist alles andere weggekommen.
00:06:24: Dann habe ich funktioniert.
00:06:25: Das ist ein schöner Moment für mich.
00:06:27: Was du sagst, der Moment ... Das lebe ich heute noch oder dem Moment sein.
00:06:32: In einer Sendung innen.
00:06:35: Voll bei dir sein, beim Thema, beim Gast dort wie du sie wiehst, beim Fußball matchen, beim Skiern aber so immer.
00:06:40: Wenn du das schaffst, dass du einfach ... In diesem Umfeld kannst du etwas kreieren, was dich wohlfühlst und wo ganz nach bei dir bist?
00:06:47: Das bin ich!
00:06:47: So kann ich jetzt auch sein beim Schaffen.
00:06:50: Das gelingt am Anfang nicht.
00:06:52: Was über den Sender ist und das, was ich bin, hat ... Das war etwas komplett anderes.
00:06:57: Die Leute haben mir auch Feedbacks gegeben zum Teil, du bist ganz anders am Fernsehen als sonst.
00:07:02: Und das ist für mich logisch gewesen.
00:07:04: Ich war nicht bei mir, ich war irgendwo und jetzt habe ich das Gefühl, wenn ich in eine Sendung oder ein Event moderiere mit dir, dann habe ich es vielleicht anzusitzen und ich bin voll.
00:07:14: Ich will so sein wie ich bin.
00:07:16: Manchmal klingt's besser.
00:07:18: Du bist ja immer noch in einer Rolle rein.
00:07:20: Es ist ja nicht so, dass ... Das ist immer so.
00:07:21: ein grosses Wort, authentisch zu sein.
00:07:23: Ich glaube, das bist du nie zu hundert Prozent.
00:07:27: Du bist eine Rolle!
00:07:28: Du bist Moderatorin einer Sendung von einem Event.
00:07:34: Du musst Pelven teilen und schnell reagieren können, etwas aufnehmen weiter, spinnen im Kopf und gerade formulieren, möglichst elegant... Das muss ich am Alltag selten.
00:07:48: Je länger du diesen Job machst, desto näher bist du im Moment.
00:07:52: Ich habe das Gefühl nach den ersten paar Jahren zu klick gemacht und ich weiss auch wo es klicke gemacht hat.
00:08:02: Das ist mega spannend!
00:08:03: Das war bei der Swiss Indos in Basel, da durfte ich moderieren.
00:08:07: Das war wie das erste Sendeformat, mit dem ich Zeit hatte mit einem Gast.
00:08:14: Heinz Güntheit war dort... Es war ein Co-Kommentator mit Stefan Bührer.
00:08:20: Und ich bin so der Moderator dieser Sendung und manchmal musste ich mich überbrücken, dann habe ich sieben, acht, neun, zehn Minuten ein Gespräch führen müssen.
00:08:27: Ich habe plötzlich gesagt hey!
00:08:29: Also live im Fernsehen?
00:08:30: Ja, genau.
00:08:31: Mit ihr alleine oder
00:08:33: mit den Experten zusammen?
00:08:34: Oder mit einem Gast, wenn er auch Gäste hatte.
00:08:36: und das habe ich vorher eigentlich nie gehabt.
00:08:38: Ich habe vorhin im Studio-Spot aktuell, das hat es früher gegeben.
00:08:41: Das ist einfach, da hast du sieben, acht oder zehn Beitrag gehabt.
00:08:45: Du hast deine Amodration gemacht, Beitrag B, Amodation, Beitag C usw.
00:08:50: Und dann war es endlich fertig.
00:08:51: Und das ist irgendwie nicht so prickelnd gefunden.
00:08:55: aber plötzlich habe ich einen Gast wie ... und ich darf mit diesem Gespräch führen.
00:09:02: Und dann habe ich plötzlich gesagt, das ist so schön!
00:09:03: Ich habe plötzlich Zeit und bin nicht alleine.
00:09:06: Es kommt etwas zurück und ich muss reagieren oder interagieren.
00:09:09: Ich muss spontan Themen kreieren.
00:09:15: Das hat bei mir wirklich Glück gemacht, dass ich gemerkt habe, hey, so cool!
00:09:20: Jetzt bin ich bei mir!
00:09:22: Und jetzt ziehst du das auch in deinen anderen Aufträgen so mit Ihnen, in dieser Art?
00:09:26: Ja, es war ein riesiger Game-Changer.
00:09:28: Plötzlich habe ich unglaublich viel Vertrauen bekommen und selbst vertraue.
00:09:32: Ich weiss, was meine damalige Chefin ... Also ist heute noch meine Chefin!
00:09:35: Sie hat mir damals gesagt, du bist ganz anders gewesen.
00:09:38: Aber ich dachte, danke.
00:09:40: Ich spürte es.
00:09:41: Das war für mich ein Game-changer.
00:09:45: Ich glaube, ich habe eine Antwort auf die zweite Frage, die ich gerade stelle.
00:09:49: Die erste ist einfach schnell ein Dankeschönendienk.
00:09:52: Eben Sportaktuell kenne ich natürlich... Du meinst damit, dass ich wie viel für zwanzig aussehe, oder?
00:09:57: Also stimmt!
00:09:58: Absolut!
00:09:59: Ein effektiv siechserviertes Gebiet.
00:10:01: dann her.
00:10:02: Vielen Dank für das Besteck der Komplimenz II.
00:10:04: Dann ist ... Ich wollte fragen, was es für ein gutes Gespräch braucht.
00:10:10: Ein kleiner Tipp jetzt.
00:10:11: Was braucht bei uns jetzt, dass das Gespräch?
00:10:14: In meinen Augen wird es gut.
00:10:16: Es braucht verschiedene Zutaten, das ist glaube ich eine gute Suppe, die nicht einfach Wasser und Herdöffel drin hat sondern Gewürze und verschiedene ... ähm... Zutate.
00:10:28: Es bräuchte ein Interessen am Gegenüber.
00:10:32: Das ist für mich das A und so.
00:10:34: Es brauche eine gute Information.
00:10:36: also Ich verlange von mir im Gegenüber Und mein Gegenüber darf von mir verlangen dass ich mich vorbereitet habe Dass ich viel über diese Person weiss dass ich mich dafür interessiere, ein Truf einlassen und zuzulassen.
00:10:49: Für mich ist das Wort zuzulesen ganz wichtig.
00:10:51: Ich gehe nicht in ein Gespräch mit fünfzehn Fragen, sondern ich gehe mit Themenblöcken rein.
00:10:57: Ich habe kürzlich mit Simoné Hammer eine Stunde einen Talk gehabt im Event und die Stunde ist sehr lange.
00:11:04: Und ich gehe nicht rein und habe forty-fünf Fragen, aber ich weiss, ich will Themenblok A, B und C – ja, nicht viel!
00:11:12: Weil jeder, der ich interviewe, bringt einen Rucksack an Geschichte mit.
00:11:18: An schöne Geschichten, emotionalen Höhepunkte und Lowlights im Leben.
00:11:24: Und wenn du es schaffst um dich für die Person interessieren zu lassen und dich auf sie einzulassen, dann gibt schon eine Antwort.
00:11:32: die nächste Frage.
00:11:33: Also muss sich gar nicht in den Fragen vorbereiten.
00:11:36: Ich muss einfach zulassen und mich interessieren für diesen Menschen.
00:11:39: Das finde ich so.
00:11:41: Und
00:11:41: eben gut vorbereitet zu sein.
00:11:44: Man muss sich mit den Menschen im Vorfeld auseinandersetzen.
00:11:48: Ein Beispiel bei mir, du siehst jetzt auch hier, ich habe irgendwie ein Siebenzettel um mich herumliegen.
00:11:52: Ich habe mich gut vorbereitet aber ich weiss schon jetzt, dass ich an einem Anfang auf die einen Zettel schaue und mich nicht mehr draufschauen
00:11:58: werde.
00:11:58: Es passiert in diesem Moment.
00:12:00: Aber ich glaube es passiert weil... Wie du gesagt hast Jack, ich bin gut vorbereiten, zur zweiten ist aber... ...ich lohne das Gespräch.
00:12:10: Ich gebe dem Gespräch das Vertrauen, dass es sich selber wird entwickeln.
00:12:13: Und das kann sie ja nur, wenn man zu lasst.
00:12:17: Das ist für mich wichtig was du sagst und sehr schön bin ich zu hundert Prozent einverstanden.
00:12:22: Das bedingt aber, dass du jetzt als Interview vertrauen hast in dich selbst.
00:12:28: Dass du sagest, ich vertraue meine Kompetenz, die Sozialkompetenz und meine Fachkompetenz, dass ich das Gespräch auch von Karolen lassen.
00:12:36: Und das ist am Anfang meiner SRF-Zeit.
00:12:39: Das hatte ich wahrscheinlich am Anfang nicht, weil ich es auch noch nicht erinnern konnte.
00:12:44: Ich habe diese Spielweise gar nie gehabt.
00:12:45: und je mehr Interviews du das machst, je mehr Gespräche, desto mehr Routinen kommt und dann weissst du, hey, hat Vertrauen?
00:12:51: Bist du einfach ein interessierter Mensch?
00:12:54: Ist jetzt so einfach daher gesagt und tut informieren und lasst ein Gespräch zu oder nicht ein Interview.
00:12:59: Es gibt einen ganz grossen Unterschied zwischen einem Interview und einem Gespräch.
00:13:03: Das ist für mich nicht das Gleiche!
00:13:04: Intuos sind sieben Fragen, die ich vorbereite.
00:13:06: Ich will genau das und das von dieser Person wissen.
00:13:10: Und das Gespräch ist – ich werde mich auf den Mensch einlassen!
00:13:12: Das sind zwei verschiedene Sachen für mich.
00:13:15: Pannend?
00:13:18: Ich denke zusammenfassend, wenn ich dir richtig zugelost habe, braucht es eben eine gute Vorbereitung, dass dieses Gespräch jetzt gut wird.
00:13:25: Es braucht einen Zulosen, es braucht bei sich zu sein.
00:13:28: oder hättest du auch genau hier gemerkt, dass ich voll bei dir bin im Moment bin und nicht mehr, wo wir sind.
00:13:37: Wir sitzen in diesem alltäerwürdigen Sportstudio vom SRF, wo Sport Panorama stattfindet, Sport aktuell letztendlich.
00:13:46: Ich frage mich, wie lange gibt es das Studio schon?
00:13:48: Du hast
00:13:49: gesagt... Über zwanzig Jahre, ganz sicher!
00:13:52: So viel hat da ja passiert oder so viele geschickt, weil Energie, die gewirkt ist.
00:13:58: Also jede Schweizer Sportgösse war auch hier drin, Federer X-Mal zum Beispiel
00:14:03: Ja, ist es.
00:14:06: Hast du mit ihm auch schon den direkten Kontakt?
00:14:08: Kann ich mich auch?
00:14:09: Wie ist das?
00:14:10: Wenn man bei so einer grossen Ikone steht... Was passiert da mit einem?
00:14:16: Es ist noch interessant...
00:14:19: Weiss er das?
00:14:21: Dass du vor ihm stehst im Sinn, dass er Wirkung hat und geht sensibel auf dich ein oder fragt was du brauchst Oder sagt er?
00:14:32: I don't care.
00:14:32: Das passiert, das passiert und ich bin, wer ich bin.
00:14:34: So ein bisschen.
00:14:35: Ich
00:14:35: hätte ja als Zweiter gesagt... Aber im positiven Sinn!
00:14:39: Und das finde ich so schön.
00:14:40: Also weißt du, beim Interviews mit dem Väter habe ich einen Spark gemacht.
00:14:43: Zuerst einmal im Jahr die Artikel für den Ausdrehenden.
00:14:46: Das ist schon bundelt, zwanzig Jahre lang.
00:14:48: Lake Bobby.
00:14:51: Davies Göpfe war ich mal.
00:14:53: Ja, auf verschiedenen Orten.
00:14:56: Beim Ratschen ist es wie... Wenn er gegenüber ist, gibt er dir einen wahnsinnig coolen Gefühl.
00:15:01: Er ist einfach so normal und das, was man ja liest und gehört ... Das habe ich so empfunden in diesen Begegnungen.
00:15:06: Einfach das Bodenständige, den normalen Heut tanken.
00:15:10: wie geht es?
00:15:11: Und so hekt cool bist du da.
00:15:12: Weisst du ein so former Interview?
00:15:14: Das menschliche Sog abt man miteinander um!
00:15:18: Ich glaube, das ist das, das mich fasziniert zu einer unglaublichen spätlichen Geschichte.
00:15:23: natürlich, dass das normal ist... Ich weiss nicht, ob ich am Ski-Rennen gesehen hätte.
00:15:31: Wenn war das?
00:15:32: Fünf bis sechs Jahre?
00:15:32: Ja, etwa.
00:15:33: Etwas
00:15:33: so, oder?
00:15:35: Bei mir ausschlägt man mit den Zahlen.
00:15:36: Ja, ich muss sagen, dass jemand dort ist.
00:15:38: Und er schaut aus dem Rennen und fliebt alle Fahrer in eine Vögel raus.
00:15:42: Alle Zuschauer auch.
00:15:43: Dann ist es schnell für ein Sinter überbekommen.
00:15:45: Er sagt einfach, wie geht's?
00:15:47: Bist du schon Ski fahren?
00:15:48: Darf das normal miteinander umgehen?
00:15:51: Das gibt mir so von der Sicherheitsgefühle im Sinne ... Ich muss sich im Falle etwas verstellen!
00:15:56: Ich bin auch so, wie ich bin.
00:15:58: Und was ich nie will sein und dass man das im Leben allgemein nicht ist, ist vor jemandem auf die Knie gehen und eine überspielte Demut hat.
00:16:10: Das Gefühl hatte es der Gott von mir und jetzt muss ich mich komplett verstellen und anhimmeln und arbeiten.
00:16:16: Das würde ich nie wählen.
00:16:17: Also erstens bin ich Sportjournalist und nicht in erster Linie ein unglaublicher Fan.
00:16:23: Ich habe einen Auftrag In diesem Moment oder von SRF.
00:16:27: Und bei mir zieht sich das Leben durch, egal wer vor mir steht, ob es der Pöstler ist oder Roger Federer oder du oder ein Techniker oder irgendetwas.
00:16:39: Niemand ist wirklich niemand und mehr wie der andere.
00:16:43: Nimmer steht über jemand anderem
00:16:45: nicht?
00:16:45: Das macht jetzt so Blumptöne.
00:16:47: aber mein Vater hat mir das vorher gelebt, er war Chefarzt Und es war eigentlich im Dorf und am Kanton, im Thurgau, recht in Persönlichkeit.
00:16:56: Jeder hat ihn gekannt.
00:16:58: Aber mein Vater ist ... Der war am Wochenende mit dem Unterliebeln im Garten Roseschneiden, hat allen heu gesagt.
00:17:04: Und er ist einfach völlig genau so bodenständig und zugänglich!
00:17:10: Das hat mich immer so cool gefunden.
00:17:12: Hat
00:17:12: die Präge da?
00:17:13: Absolut!
00:17:14: Du hast
00:17:15: auch einen grossen Teil von seiner Art mitnehmen dürfen, vor allem du jetzt oder der Person wie deinem Vater als Arzt vielleicht aufs Fernsehen noch mehr in der Öffentlichkeit bist, dass das ein Wert von dir ist und du möchtest zuziehen ja.
00:17:27: Hättest
00:17:28: schon von mir einer der Haupttöte im ganzen Leben, das ist auch überso nicht mit meinen Kindern immer diskutieren.
00:17:33: also egal wirklich absolut egal wer du bist was du machst Was du gemacht hast, habe ich in jedem einzelnen auf Augenhöhe begegnet.
00:17:44: Also wenn der Böster zu uns kommt dann habe ich immer noch einen Schwetz mit ihm.
00:17:47: im Moment haben wir gerade Arbeiter im Haus weil wir etwas am Renovieren sind.
00:17:50: Dann finde ich das mega cool diesen Kaffee zu machen.
00:17:52: Das ist absolut selbstverständlich, dass es doch so funktioniert.
00:17:54: die Welt, das ist menschlich.
00:17:56: und wenn ich vor dem Roger Feders bin oder ich war mal vor dem Koffein an und noch Generalsekretär, das war ein Prägenzerlebniss gewesen.
00:18:04: Ich hatte nicht das Gefühl, ich müsste jetzt wahnsinnig ehrfürchig sein Respektvoll, im höchsten Massen.
00:18:10: Aber genau gleich wie wenn ich jetzt mit dem Pöstler rede... Das ist wie das Gefühl, dass man gar nicht diskutieren muss.
00:18:17: Das
00:18:18: muss Geh sein!
00:18:19: Ich glaube auch.
00:18:19: Wir
00:18:21: begegneten ja den einen Menschen und den anderen.
00:18:23: Vielleicht hast du noch ein Beispiel, wo vielleicht gerade das Gegenteil war, wo ich dich vielleicht fragen möchte, wo du ein Interview erlebt hast, der in deinen Augen nicht gut ging, die irgendwie die Augehöhe ... das passt, aber ein Erlebnis aus meinem Leben, wo ich immer sehr gerne teile.
00:18:39: In meiner Zeit bei der Gocchi habe ich einmal den Adolfogi-Begleiter für einen halben Tag.
00:18:45: Und dann bin ich auf dieses Zermatt mit dem Zug gefahren durch diese mehrlihafte Umgebung und komme dann oben an.
00:18:53: Ich wusste jetzt gar nicht, das Hotel XY ist dort eine grosse ehrfürchtige Adolfogie.
00:19:00: Dann war er effektiv da.
00:19:04: In dem Moment, in dem ich kurz vor Corona war, wo ich im Jahr einigzehnt bin, ist das so faszinierend wie bei der Unterständigkeit.
00:19:17: Wir sind durchs Restaurant durch die Rezeption vorbei gelaufen.
00:19:20: Aber er hat alle Hallo gesagt und über den Tür aufgegeben.
00:19:24: Er war allein.
00:19:26: Er hatte niemanden dabei, was ihm geholfen hat.
00:19:29: Es war einfach nur genial und wie er auf mich auch eingegangen ist.
00:19:33: Ich kann ihn alles fragen, ich habe diese Zeit extrem genutzt um sehr viel über ihn zu erfahren.
00:19:39: Es war unglaublich und zum Schluss war es mega schön.
00:19:42: Als ich mich verabschiedet hatte, gaben wir seine Visitenkarten?
00:19:47: Hatte er noch kein Stahl geschenkt?
00:19:49: Nein!
00:19:49: Das macht
00:19:49: er doch auch nicht mehr wirklich.
00:19:50: Ja ja.
00:19:51: Ah, lustig.
00:19:51: Er hat mir eine Visiten-Karte gegeben und gesagt, vielen Dank für die schöne Zeit.
00:19:56: Dann nahm er sich zurück und schrieb seine Handynummer auf.
00:20:02: Er sagte, wenn du je irgendeine Frage oder etwas brauchst ... Und ich war der junge Kerl.
00:20:11: Ich habe ihm nichts gebracht.
00:20:12: Ich konnte ihn nicht zeigen, sondern ... Ich konnte den Ehrfurcht von ihm brechen und merkte, dass er mich in seine Energien eingeladen hat, in seine Art des Mensches und gemerkt hat, wie toll das er ist.
00:20:24: Wie können er noch mehr sein, dass er nichts hat müssen?
00:20:30: Das werde ich nie vergessen.
00:20:31: Und das sind Beispiele in meinem Leben, die ich in jedem Moment sehe – das wäre auch immer vor gewissen Positionen im Leben erwähnt, wie man mit anderen umgeht.
00:20:40: Das ist für mich die höchste Regelung, die meine Kinder beibringen.
00:20:43: Schön ja!
00:20:44: Da kann ich zu hundert Prozent unterscheiden und manchmal staune ich weil mich irgendjemand anspricht auf der Strasse oder in einem Restaurant und mir auch vertreten, nachher zu schüssen.
00:20:53: Ich dachte, danke vielmals!
00:20:54: Das ist ja jetzt einfach das Schönste, dass wir zusammen reden können, dass sie sich schnell zieht genommen haben.
00:20:58: Und ich denke immer, nein, dann nicht so.
00:21:00: Also dann sind die Menschen irgendwo höher rauf als sie sind?
00:21:05: Das was du so schön erzählt hast, eigentlich ist es tragisch, dass man überhaupt über das muss reden, oder?
00:21:11: Weil das sollte eine Grundvoraussetzung sein wie wir Menschen miteinander umgehen.
00:21:16: Ich weiss, es ist zu viel verlangt.
00:21:17: Sötti
00:21:18: und wie man miteinander umgeht, das ist wieder eine Definitionssache.
00:21:20: oder
00:21:21: wie geht
00:21:21: man dann miteinander um?
00:21:24: Ja,
00:21:25: also wir sind Söti und wir sollten doch umgehen – ja, ein Erwartung dahinter, ich verstehe mich absolut!
00:21:29: Und ich glaube darum haben wir uns auch relativ schnell gefunden weil wir ähnliche Werte und einen ähnlichen Umgang mit haben.
00:21:35: Du hast meine Eltern erlebt im Geschäft in der Metzgerei oder durch dich schneller erinnert und wie sie mit den Kunden umgegangen sind.
00:21:42: Sie haben uns als Kind gelernt, wie man emotional intelligent mit Menschen umgeht und dort schließt sich die Kreise.
00:21:48: Hast du jemanden erlebt, der einen Namen oder nicht darf schneiden?
00:21:52: Oder eine Situation erklärst du?
00:21:55: Wo du beruflich mit jemandem zu tun hast, wo du jetzt gefunden hast, hat ein Umgang oder das Interview ist voll in die Hose.
00:22:01: Es hat einfach nichts gemetzt.
00:22:02: Andere Werte.
00:22:03: Ich sage es gleich zuerst heute noch etwas anderes sagen.
00:22:05: Das, was wir jetzt diskutieren haben, hat aber für mich auch einen ganz wichtigen Aspekt dazu, dass du dich selber nicht zu wichtig nimmst.
00:22:12: Das finde ich ganz, ganz zentral.
00:22:15: Dass du dich eben nicht über andere stellst.
00:22:16: Egal wer du bist und was du machst, ob es in einem Unternehmen ist und du hast eine Führungsposition oder du bist Mittelskader oder du wirst ein Mensch in der Öffentlichkeit oder du bist ein Topstar im Sport, in der Musik – Ich weiss ja das!
00:22:27: Sich selbst nicht so zu wichtig nehmen auf dieser Welt.
00:22:30: Es geht ohne ... Ohne jeder geht es auch.
00:22:34: Wir sagen das so schön, es ist wie... Es geht ohne mich, es geht ohne dich.
00:22:39: Jedes ist ja selbstbar!
00:22:40: Es geht ohne sie und innen.
00:22:43: Nehmen wir uns nicht zu wichtig.
00:22:45: Und sich selber auch nicht ganz ernst nehmen, sich mit Humor begegnen und über sich selber lachen.
00:22:51: wenn man mal irgendetwas macht und man denkt, ich war nicht gerade das Beste, aber ich habe mich niemals gestorben.
00:22:56: Find' ich auch noch etwas ganz zentrales.
00:22:59: Ob ich so Begegnungen hatte oder einfach nicht viel?
00:23:03: Ich möchte jetzt auch nicht mehr nennen.
00:23:05: Ich hatte vielleicht zwei oder drei Begegnungen, die ich gemerkt habe – das ist gegenüber mir als Sportjournalist absolut respektlos!
00:23:12: Ich bin für diese Person hinterletzt, nicht weil sie mich kennt, sondern weil ich Journalist
00:23:17: bin.".
00:23:18: Und der Mensch findet es auch für mich, braucht's nicht und gibt mir das mega zu
00:23:21: spüren.
00:23:21: Hätte ich in den Schublade reingesteckt oder
00:23:23: ist genau?
00:23:24: Aber immer solche Betonen ganz, ganz halt!
00:23:26: Also ich habe vielleicht ein Beispiel ohne einen Namen zu nennen, war von einem Fussballer, bei dem ich als Kind vergettet habe, mit dem ich megacool gefunden habe... ...und ich hatte dann irgendwann am Anfang meiner Karriere hier beim SRF Sport.
00:23:38: dürfen wir das Interview machen mit dieser Person?
00:23:41: Die Person war so arrogant in diesem Moment.
00:23:44: Sie hat mich so abgewiesen und mir wirklich das Gefühl gegeben, was willst du da?
00:23:48: Und das hat mich völlig desillusioniert, weil ich das Gefühl habe, dass man nicht miteinander umgeht, egal wer du bist oder wer ich bin.
00:23:56: Hebe Respekt vor dem, was ich mache!
00:23:58: Ich habe es auch von dir.
00:24:00: Und das finde ich aber dann ... Bei einem solchen Moment würde ich nie kämpfen dagegen.
00:24:05: Du musst wieder rüberstehen und für dich selber etwas schmunzeln denken.
00:24:10: Gibt's auch.
00:24:11: Ist okay.
00:24:12: Ich glaube, ich lasse
00:24:13: das nicht an mich.
00:24:14: Die Einsicht ist eine ganz wichtige, dass man versteht, dass es das auch gibt und sich nicht erzogener lässt oder nicht persönlich nimmt.
00:24:23: Das ist einfach von Charakterzug oder so wie man erzogen wurde.
00:24:26: Es gibt auch wieder zwei Paar Schuhe, in denen wir das wie ich hier lernen dürfen, dass wir gewisse Sachen nicht persönlich nehmen.
00:24:34: Je nachdem welchem Umfeld wir unterwegs sind – wenn du beruflich auch im Umfeld unterwegs bist etwas rupiger zu und her geht, die Leute sich über einen Job oder Arbeitgeber definieren.
00:24:46: Dann kann das schnell passieren.
00:24:49: Ich habe noch ein aktuelles Beispiel.
00:24:51: Ich war mit meinem Sohn im Herbst in einer Dingsi gewandern und wir sind am Abend nach dem Restaurant sehr fein geessen.
00:24:57: Es war so schön, so wild.
00:25:00: Und neben uns waren es vier Leute, ältere Ehepaar.
00:25:03: Wie haben sie das Personal behandelt?
00:25:07: Da lüft es mir einfach, da werde ich so verrückt.
00:25:10: Und sogar mein Sohn hat das gemerkt und gesagt, er ist noch nicht gerade anständig.
00:25:15: Die haben dich umgekommandiert, die haben einen Danker gesagt ... Das finde ich im Leben etwas mega-schlimmes.
00:25:23: Da werde ich nebenan richtig verrocknet.
00:25:25: Das verstehe ich nicht!
00:25:27: Wieso gibt man jetzt jemanden, der seinen besten Job macht?
00:25:32: Und dich bedient?
00:25:34: Und du bist so arrogant und hast das Gefühl, dass es hinterletzt ist.
00:25:37: Was hast du in diesem Moment gemacht?
00:25:40: Bist du auf die Leute zugegangen oder hast du es für dich gehalten mit deinem
00:25:43: Zuhause?
00:25:44: Nein, das ist nicht meine Sache.
00:25:45: Aber meine Sache ist es dieser Person, der bedient hat – auch uns bedient – irgendwann mal zu sagen, übrigens machst du einen hohen coolen Job.
00:25:53: Das habe ich ja gemacht, weil er super war!
00:25:56: Und dann gebe ich ihm ja die Wertschätzung, was er verdient hat Und das finde ich, da kannst du ja dann vielleicht etwas bewegen oder machen.
00:26:04: Aber für das musst du auch ein bisschen beobachten.
00:26:06: Also du bist
00:26:07: auf diese Person zugegangen?
00:26:09: Ja genau, finde ich einen schönen Zugang.
00:26:11: Irgendwann sagst du dir übrigens Top Job mega cool, wenn
00:26:13: es super wohl gefühlt ist.
00:26:15: Das habe ich nicht gesagt!
00:26:16: Aber er hat so den gemerkt, also ich hoffe es.
00:26:21: Aber der Schalke hat noch mal eine gute Überleitung, die Kommunikation allgemein.
00:26:25: Ich denke mal... dass du gerne kommunizierst.
00:26:29: Wir haben ja verschiedene Mittel zum Kommunizieren, wir können etwas sagen oder auf eine gewisse Art und Weise schauen.
00:26:35: Man sagt so schön wie du kannst nicht kommunizieren.
00:26:39: Wie findest du wenn es jetzt ein bisschen pauschalisieren würdest?
00:26:44: Wie findst du wird heute untereinander kommuniziert das was du Nehmen wir jetzt einmal hinter der Kamera, in einem Geschäft oder einer Familie oder bei den Nachbarn oder in den ÖV.
00:26:57: Wie findest du, funktioniert die Kommunikation im Jahr zehntausendsechserzehnte?
00:27:03: Ich beobachte manchmal mit einem kleinen Training auch, dass die Kommunikanion immer unwichtiger wird für gewisse Menschen.
00:27:13: Also ich kann das.
00:27:14: ein paar Beispiele sagen... Wenn ich am Zug bin, also kannst du hundertprozentig sicher sein, in ein Gespräch verwickelt bin.
00:27:22: Nicht weil die Leute mich kennen, aber meistens von ich sahen sie an.
00:27:26: Wenn ich mit mir gehe ... Hunderprobe, wenn ich mit der Frau oder den Kassenschaf oder mit dem Metzger gehen kann und mit einem Bäcker habe.
00:27:33: Hundertprobe!
00:27:33: Wenn ich auf Post gehe, bringe ich nicht mein Brief.
00:27:35: Ich werde ständige Diskussionen verwirklichen, weil ich das will.
00:27:39: Wenn man in einer Restaurant ist, vielleicht landet plötzlich in der Küche und dreht mit dem Koch, weil es spannend wird.
00:27:45: Ich gehe so durchs Leben.
00:27:46: Ich möchte mit Leuten reden, wenn sie mich interessieren.
00:27:50: Wenn ich irgendwo Bus oder Tram fahre, finde ich es mega schade, dass du dort nicht vorgehst.
00:27:54: Ich würde gerne fragen wie das für Rinnische den ganzen Tag hier drin ist und was ihm fasziniert, wie er zu diesem Kohl ist.
00:28:00: Aber mich interessieren wirklich Menschen.
00:28:02: Ich finde das etwas super spannend!
00:28:05: Und ich sehe jetzt bei meinen Kindern die nächste Generation,
00:28:08: die getraut
00:28:09: sich fast nicht mehr zu kommunizieren.
00:28:11: Respektiv, sie machen das anders.
00:28:12: Sie machen das per Schreiben WhatsApp, Instagram, TikTok, was auch immer...
00:28:16: So durch ein Gerät, im Prinzip?
00:28:20: Ja
00:28:21: genau.
00:28:22: Wenn ich meiner Tochter oder meinem Sohn sage, Leute doch schnell!
00:28:25: Schreibe doch nicht die Leute... Oder gehst du
00:28:27: vorbei?!
00:28:27: Nein, nein, das kann ich nicht!
00:28:30: Was kannst du nicht?
00:28:31: Oder wenn ich mit jemandem im Zug rede und sie sind daneben, dann findet es mega peinlich!
00:28:35: Ich sage, nee, wir reden doch miteinander ist schon schön!
00:28:38: Oder irgendwie einen Brief auf Post bringen.
00:28:40: Nein, da muss ich noch sprechen mit dem was dort ist.
00:28:43: Kann ich's nicht irgendwo einwerfen Und darum meine ich so ein bisschen mit dem trainenden Auge.
00:28:46: Ich finde es unschadig das Gefühl, die zwischenmenschliche Kommunikation bei mir zwei jetzt one-to-one egal wo diese stattfindet.
00:28:54: Das nimmt ein bisschen, nein nicht ein bisschen.
00:28:56: Es nimmt massiv ab sie verschiebt sich ins Digitalen.
00:29:00: Ich würde nicht zu denen gehören.
00:29:01: was sagen?
00:29:02: früher schon alles besser gewesen.
00:29:03: Ja, keinem Fall!
00:29:05: Ich find's aber schade weil ich habe in meinem Leben schon so viele Menschen per Zufall kennengelernt.
00:29:13: Ja, das ist mega schön.
00:29:15: Ich war im Sommer in Sanzibar seit zehn Tagen ganz allein mit dem Rucksack vom Süden nach oben marschiert.
00:29:24: Das war sehr schön und ich habe niemanden kennengelernt.
00:29:31: Aber ich habe immer wieder so spannende Leute getroffen, weil ich zu ihnen ging und sie fragte etwas ganz Kleines.
00:29:37: Wo kann ich da Fisch kaufen?
00:29:39: Und du entstandest irgendwie ein vierstündiges
00:29:41: Gespräch.
00:29:43: Irgendwo am Strassenrand.
00:29:45: So cool!
00:29:46: Da siehst du niemanden, der ständig an den Geräten hangt und abgelenkt ist durch einen unglaublich hoch frequentierten Taktier zu leben.
00:29:55: Dort war alles ganz langsam.
00:29:58: Und plötzlich habe ich wieder gemerkt wie wichtig das ist, dass du aufeinander zugehst und davon man sagt, was machst du eigentlich den ganzen Tag?
00:30:05: Eine banale Frage... Was machst du?
00:30:08: Und wie meinst du, was mache ich?
00:30:10: Ich bin hier.
00:30:12: Wo da?
00:30:13: Ja ja genau!
00:30:13: Wieso bist du da?
00:30:15: und ich glaube das ist auch der Punkt zum Verantwortung für sich selber zu übernehmen also dass die Konversation auch von führen anstatt nichts zu sagen oder sich entscheiden um etwas zu fragen habe auch mal von dieser fiftie-fifte Chance erzählt wo ich nachher schnell auf deine.
00:30:37: Wenn du nicht fragst, dann hast du ein hundertprozentes Nein.
00:30:46: Und wenn du fragst ... Und dann ist es schon das Fifty-Fifty, dass sie ja oder sie nein bekommt.
00:30:50: Also kann ich auch dort außen ganz viel entstehen.
00:30:54: Ich glaube, wie der, der schlussendlich mal mit einer Büroklammer nahm von Duschen hat und nachher hat er für die Büroklammer einen Öffel übergekommen, dann für den Öffeln ihn schlossendlich hätte, glaube ich, eine Million.
00:31:04: Das ist eigentlich ein geniales Beispiel.
00:31:06: Und ich glaube auch, dass die, die Verantwortung für ihre Bedürfnisse, für ihr Leben übernehmen.
00:31:14: Ich komme nicht darum herum, wenn sie auf andere Menschen zugehen und kommunizieren fragen.
00:31:19: Ich finde halt eben das Übergrät ist vielleicht die moderne Art und Weise.
00:31:24: aber wir Menschen sind gemacht um miteinander reden und sich berühren und sich anlangen.
00:31:31: Und darum jetzt ganz kurz zu dir.
00:31:32: ich zeige dir jetzt hier ein schönes Fütterli wo du mir mal etwas verraten hast was es bei dir heisst eine Verantwortung übernehmen.
00:31:40: Kannst du mal vielleicht die Geschichte dazu erzählen, dass ihr mich interessiert?
00:31:43: Auf dem Foto, den wir gegeben haben, sieht man Paola und Kurt Felix.
00:31:48: Also Kurt ist eigentlich der...
00:31:49: Ist das ein Influencer von heute?
00:31:52: Genau!
00:31:53: Für alle, die in diesen zweitausenden Jungen geboren sind, kennen sie natürlich nicht mehr großartig sein.
00:32:00: Kurt Felix war eigentlich der Grund, warum wir hier sind.
00:32:02: Ich bin in den neunzig Jahren ins Lehrenseminar Kützlinge.
00:32:05: Und ich habe gewusst, dass Kurt Felix auch dort früher zur Schule ist.
00:32:09: Das war diese Figur im Schweizer Fernsehen, auch in den Deutschen.
00:32:13: Verstehen Sie Spaß?
00:32:15: Crop Felix!
00:32:17: Ein fantastischer Entertainer, der es geschafft hat und die Leute wirklich unterhalten.
00:32:22: Und das hat mich so fasziniert als Jugendliche an dieses Kind.
00:32:25: Ich hörte, dass er in der gleichen Schule ist... Im Brief geschrieben.
00:32:30: E-Mail war noch nicht gegeben damals, es war wirklich Anfangs-Ninzig-Jahre gewesen und er hat mir dann gesagt, ich will da zum Fernsehen was ich machen muss.
00:32:37: Und er hat mich zurückgeschrieben und gesagt, du musst einfach deine Leidenschaft wecken in dir um mit Bildergeschichten zu erzählen.
00:32:44: Ich war siebzehn Jahre alt und die Leidschaft war im Ausgang
00:32:48: und
00:32:49: bei den Frauen und dem Fussball und überall aber sicher nicht beim Job.
00:32:52: Irgendwann ist man wieder in Sinko-Leidenschaft und habe gemerkt, meine Leidesschaft ist wirklich der Sport und den Journalismus.
00:33:00: Und ich will das gerne kombinieren, dann gehe ich zur Fachhochschule Journalismus und Kommunikationsstudier und so zum Fernsehen.
00:33:06: Also er ist echt
00:33:08: der, der mich inspiriert
00:33:09: hat... Nur mit so einem Wort Leidenschaft macht es!
00:33:13: Und weisst du?
00:33:13: Das ist absolut der Hammer!
00:33:15: Ich habe vor drei Wochen einen Brief von einer Schülerin bekommen, die jetzt in PH geht.
00:33:25: Das ist das Lehrenseminat von damals in Kützlingen Und die hat gesagt, hey Lukas ich bin in XY.
00:33:31: Ich habe mal gehört oder irgendwo gelesen dass du früher noch im Club Felix einen Brief geschrieben hast und so zum Fernseher gekommen bist und jetzt schreibe ich dir ein Brief.
00:33:41: was muss ich machen?
00:33:42: Hey das hat man vorallem... ich hatte keine Augen gehabt!
00:33:44: Ich habe das so cool geschaut!
00:33:45: Ja?
00:33:47: Ich habe den zurückgeschrieben natürlich.
00:33:49: Was ich auch lediglich gefunden habe ist eben am Brief geschrieben und nicht als Mail.
00:33:52: Also mein grossartiger... Das gibt es sich gar nicht mehr
00:33:56: Das gibt es gar nicht mehr.
00:33:57: Und das bedeutet so viel!
00:33:58: Ja, also du musst in einer Seite den Briefpapierführer holen schreiben und nicht auf der Mobig nachschreiben.
00:34:03: Hast du ihm dann schon endlich einen Briefhaar geschrieben an seine Privatadresse?
00:34:06: Und er hat dir zurückgeschrieben per Brief.
00:34:08: oder hat er dich ja angeläutet?
00:34:09: Nein, ich habe
00:34:10: ihn im Brief geschrieben.
00:34:10: Also wirklich auch die Wertschätzung um sich Zeit bis aufzuschreiben zu schicken und Briefmarken draufzuleben.
00:34:17: Voll!
00:34:18: Richtig richtig cool... Ah, schön.
00:34:22: Das ist auch eine Geschichte, die du an Verantwortung übernommen hast, im Prinzip unmöglichen möglich zu machen oder diese grossen Iconen anzuschreiben.
00:34:30: Du hast gemerkt wie er genau was du vorverzählt hast auf Augenhöhe warst und sich nicht schade ist zum Zurückschreiben und das dann etwas passiert hat.
00:34:41: Ich habe so wenig wahrscheinlich nie etwas gehört von ihm, ich weiss jetzt ob ich dort weiter verfolgt habe aber Tatsache dass so eine riesige Nummer und der Club Felix.
00:34:49: für alle die ihr euch nicht kennt Das war eine riesige Nummer, in den vergangenen Jahren.
00:34:54: Tatsache, dass er mir kleine Lukas aus dem Thurgau zurückschreibt.
00:34:59: Das hat mich im Fall
00:35:00: aufgekatapultiert
00:35:03: im Sinn von ... Einmachs?
00:35:06: Du bist ja schon in der Unterhaltung mit jemandem gekommen!
00:35:10: Und nicht mit jemandem, sondern mit einem großen.
00:35:12: Also verfolgt er da auch weiter?
00:35:13: Du hast
00:35:14: die Verantwortung über eine Zumbi-Unterhaltung gestartet und der Herr
00:35:17: konnte
00:35:17: nichts schreiben.
00:35:18: Okay, hat die Schnitt verloren aber die Chance war es fifty-fifty, dass er zurück schreibt und das hat alles verändert.
00:35:23: Darum auch hier einen grossen Appell zum viel mehr probieren zu fragen.
00:35:27: Es ist immer all die Art und Weise wie man fragt.
00:35:29: Ich glaube, das ist entscheidend weil wir das merken Menschen.
00:35:31: oder ob man mit Habgier oder Egoismus fragt Freude mit Inspiration und bei Dankbarkeit fragt.
00:35:39: Und ich glaube das Zweite, wenn man mit der zweiten Energie unterwegs ist und fragt dann kriegst du eigentlich sozusagen nie ein Nein oder die Chance ist sehr gross dass du es ja auch bekommst.
00:35:51: Wenn ich deine Kinder fragen würde was dich so voll in deiner Freude und in deine Begeisterung bringen würde wo du wirklich Du hast eben Fahrer vom Postjournalismus geredet.
00:36:07: Darfst du sagen, was wäre es?
00:36:09: Wo sie sagen, da ist der Pappi voll in seinem Ding.
00:36:13: Im Flow!
00:36:16: Ich glaube, es gibt verschiedene Sachen.
00:36:17: Könnte das nicht etwas auspicken... ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch.
00:36:22: Ich kann so gerne in einer Runde sein, wo man eine gute Zeit zusammen hat und einen Kuhl gespeichert um zu witzeln.
00:36:28: Wo man ein Fondue ist, wo er Spiele macht, wo sich das Gegenüber interessiert.
00:36:35: Dann bin ich extrem im Flow.
00:36:37: Ich fühle mich so nah am Leben, wenn ich Zeit habe und kein Telefon oder Termin habe.
00:36:45: Wenn ich einfach da bin in dem Moment.
00:36:48: Das kann beim Skifahren sein.
00:36:50: Es kann auf einer Ski durch sein.
00:36:52: Beim Tauchen bin ich im Element extrem.
00:36:55: Da bin ich in meiner Welt und bei einem Beobachter und niemand stirbt mich.
00:36:59: Ich habe mir gegenüber gesagt, dass ich das auch so erlebte.
00:37:03: Wir können über einen Tauch reden und es ist etwas unglaublich intimes und schönes.
00:37:08: Ich kann es beim Tennis spielen wenn ich in den Tag gehe und ins Gefühl gehe heute für jeden Ball.
00:37:12: Es gibt nicht so viele von diesen Tagen!
00:37:15: Aber dann bin ich mega nahe und freue mich.
00:37:18: Ich bin sehr schnell begeistert.
00:37:21: Sehr schnell!
00:37:22: Es gibt auf der Welt sehr wenige Sachen die ich keine Lust habe oder keinen Bock habe um sie anzuscheißen.
00:37:26: Das gibt wirklich nur wenig.
00:37:28: Was ich nicht gehabt habe war langweilig und warten.
00:37:31: Ich tue nicht gerne warten!
00:37:33: Und Ineffizienz, das habe ich nicht gerne.
00:37:35: Also wenn ich irgendwo bin und merke jetzt muss ich drei Stunden auf etwas warten und was könnte ich jetzt alles machen in dieser Zeit?
00:37:41: Das habe ich noch nicht so gerne.
00:37:42: Aber so im Flow bin ich glaube, wenn ich mich wohlfühle mit dem Umfeld, wenn einfach ein bisschen Harmonie rundherum ist.
00:37:55: Ja... Interessant, wenn ich dir jemandem füllen könnte, der es heute leider nicht mehr gibt.
00:38:01: Er zeigt mir auch wieder ein Fötterli, das darfst du auch erzählen wer er ist und wie würdest du ihn dann fühlen?
00:38:09: Wärst du denn in meiner Begeisterung?
00:38:13: Muhammad Ali!
00:38:15: Wah sensationell!
00:38:18: Er ist inkommunikativ.
00:38:20: Einmal so etwas über seine Alten.
00:38:23: Ja, sehr provokativ
00:38:24: gewesen.
00:38:27: Er hat Hex eben provoziert.
00:38:29: Ich hatte immer einen rausgekommen, vom Selbstvertrauen.
00:38:32: Es gab nicht mehr grösses Geheimnis.
00:38:34: Aber ich habe das Gefühl, dass ich leider nie erlebt habe.
00:38:39: Aber das Gefühl hat es auch mit einem gewissen Schalke gemacht.
00:38:43: Also so ein bisschen ...
00:38:45: Sie vielleicht auch nicht zu ernst nehmen, oder?
00:38:47: Das Wichtige ist vielleicht auch, obwohl er es anders gespielt hat aber wir haben ja gemerkt wie Ners.
00:38:52: Ja, ja...
00:38:53: Es gibt zum Beispiel diejenigen, Es gibt ja Donald Trumps, die ein furchtbares Selbstvertrauen haben.
00:39:01: Und Natzisten sind bis oben raus ... Wo von sich behauptet, sie sei die grösste und weiss das abgeschäuert zu tief.
00:39:08: Das finde ich ganz schlimm!
00:39:09: Da gibt es so einen Slater in Bahimovicsch.
00:39:11: Ein ehemaliger Fussballer, der immer von sich und ich bin der Grösste.
00:39:14: Aber den hat er so geil verkauft?
00:39:17: Ich finde ihn grossartig.
00:39:19: Der hat aber selbst ihre Ironie dahinter.
00:39:22: Er hat auch immer gesagt, dass ich bei den Grössten schiesse.
00:39:24: Man hat es noch gemacht.
00:39:26: Oh, krass!
00:39:27: Dann bist du wieder da und denkst, Schei-Tail.
00:39:29: Echt cool?
00:39:31: Oder du hast ... Es gibt ja so die Typen.
00:39:34: Baudi Miller früher am Skifahren.
00:39:36: Er hat ein Reisen selbst schon getragen.
00:39:38: Man kann zumindest gegessen sein, wir sehen nie drei.
00:39:41: Aber der war so versichert überzeugt und er brachte ihn auch runter nicht immer aber er lieferte ihn dann auch gleich.
00:39:49: Und so ein Ibrahimovic.
00:39:51: Ich finde das grossartig.
00:39:52: Ich lache mit Tode, wenn ich heute ein Statement von ihm sehe, dass er der Gott ist und weiss nicht was, aber ... Er war eine riesen Fussballer, hat überall Erfolg gehabt... Und er lief auch.
00:40:05: Und ich glaube er selbst nimmt sich nicht ganz so ernst für ihn immer durch.
00:40:07: Ich glaube
00:40:08: ja nicht!
00:40:08: Das
00:40:08: finde ich nicht cool hier.
00:40:11: Wenn du jetzt jemandem auswählen möchtest, den es noch gibt oder nicht mehr gibt, welcher gerne mal ein Interview führen würdest, wirklich höchstens?
00:40:20: Gerade von Interessen mit den Menschen einen Deep-Dive machen, wer wirst du auswählen?
00:40:27: Also aus dem Sport oder irgendwo.
00:40:28: Wer du willst...
00:40:31: Pssst!
00:40:32: Mega schwierig.
00:40:34: Da gibt es Hunderte.
00:40:36: So viel
00:40:36: Spannung wie Mensch auf dieser Welt.
00:40:39: Wer hat inspiriert sonst zu ... Ganz ehrlich,
00:40:41: weisst du was für ich mir das Liebste mache?
00:40:43: Ich würde im Fall, wir haben bei uns in ... wo ich wohne ist vor der Migo eine Frau Und diese Frau ist seit ich dort wohne, das sind die fünfzehn Jahre.
00:40:55: Ist sie jedes Mal wenn ich dort bin und verkaufe den Zürcherpreis?
00:41:00: Jeden Tag!
00:41:03: Mit mir lachen, guten Morgen... Ich glaube mit dieser Würde von mega gern mal eine Stunde oder zwei auf deinen Raum hinein.
00:41:09: Nein mehr!
00:41:10: Jetzt haben wir uns nachgedeckt und gesagt, erzähl mal wer bist
00:41:14: du?!
00:41:15: Was hast du für ein Geschichte?
00:41:17: Wieso bist du
00:41:19: dort wo du bist?
00:41:21: Ich würde mich sehr wundern.
00:41:23: Ich frage mich, warum ich das noch nie gemacht
00:41:26: habe?
00:41:27: Vielleicht weil ich mir blöd vorkomme.
00:41:31: Was denkst du?
00:41:32: Wieso will das denn?
00:41:36: Aber manchmal denke ich, wenn ich da vorbei laufe, ist es immer ein Blick, guten Morgen ... Sie macht mein Tag besser!
00:41:43: Du kaufst nichts oder?
00:41:45: Genau, ganz ehrlich ... Vielleicht in den letzten zehn Jahren, vielleicht fünf Surpreisbeeren abkauft.
00:41:53: Gib es zu!
00:41:53: Aber sie ist mehr ... Sie macht mir einen Tag besser und schaut mich an und lacht und denkt, hey ... Fantastisch ja?
00:42:04: Ich weiss nichts über sie.
00:42:06: Ich weisse nicht wie sie geht oder was sie für ein Background hat.
00:42:09: Schön dass du so eine Person ausgewählt hast.
00:42:12: Wenn
00:42:12: du jetzt gerade fragst, ich habe das Privileg gehabt, dass ich in meinem Leben schon so viel extrem berühmte, bekannte Menschen auf einem Interview.
00:42:21: Das sind alles hochspannende Menschen.
00:42:27: Aber ich bin natürlich selten mit diesen Menschen, wie du so schön gesagt hast in ein Deep-Dive.
00:42:32: Ich habe dann irgendwie zwei, drei Minuten mit denen ganz kurz.
00:42:35: Ich lerne ja die nicht kennen.
00:42:38: Aber mit jemandem ... Ich glaube, die spannendsten Menschen sind ja die, die tiefschläge haben und rückschlägen.
00:42:46: die sich wieder zugekämpft haben.
00:42:49: Im Leben allgemein, nicht nur im Sport, in der Politik, in den Kulturen und Kunst, aber auch im nicht öffentlichen Leben natürlich.
00:42:57: Dass wir diese Spanien, die gebrochen sind, wo du sagst, wie hast du es herausgefunden?
00:43:03: Was hast du für Träume im Leben?
00:43:05: Ich glaube das sind die Menschen, die mich besonders interessieren.
00:43:10: Ja und ich bleibe vielleicht auch in dieser richtigen Vorbild- oder Impulse für diese Person sein.
00:43:15: wenn du ja auf diese Zugage und ihnen bewusst macht, dass du sie sehst und hörst.
00:43:20: Und dich für sie interessiert, macht das ja auch ganz viel mit ihnen.
00:43:23: Es ist womöglich viel mehr wert als dass du ihnen jetzt noch mal zehn andere Zeitungen abkaufst.
00:43:27: Weil es gibt ihnen vielleicht auch eine Mut oder Freude oder Hoffnung, die eben der Zauber ist, die wir zwischen Menschen haben.
00:43:37: Ich sage nicht mehr ... Die wertvollste Währung, die mir Menschen auf dieser Welt handeln, ist die Energie.
00:43:48: Das heisst, wenn ich dich sehe und dich berühre und dir etwas erzähle und zeige, dass ich wirklich für dich interessiere, passiert ja mit dir ganz viel.
00:43:59: Und gleichzeitig so wie du von deinem Vater erzählt hast als Arzt, der gewöhnlich mit seinem Unterhemp in Garten war und absolut auf Augenhöhe mit allen hat er auch ganz viel abgestrahlt von Normalitäten von anderen Leuten oder?
00:44:11: Und das gibt ihnen auch wieder Impulse zum ... anderen etwas zurückgeben.
00:44:18: Auf gut Deutsch gesagt, eben wir kennen das alle wenn du auf jemanden zeigst.
00:44:21: Ich zeige immer noch drei Finger auf dich und ich finde mir soll viel mehr auf andere Leute zeigen.
00:44:27: aber eben um sie gross zu machen zum sagen danke vielmals für die Chance du mir gegeben hast.
00:44:32: Mega cool wie du diese Person so umgegangen bist und eben nicht.
00:44:38: Schau mal was der falsch gemacht hat und was sie eben nicht kann und ich glaube mit dem dreifachen Return of Investment, sag ich jetzt mal.
00:44:47: Im Negativen, wenn jemand zeigt schon einen negativen Ritz oder eben auch positiv und positiv jemanden gross macht ... Das ist das, was die wertvollste Erwährung auf der heutigen Zeit ist, weil er etwas mit Menschen macht.
00:45:02: Und vor allem macht es ja immer etwas mit Tieren.
00:45:05: Also auch Mitleid macht ja etwas mit dir.
00:45:08: Dein Körper versteht nicht ob ich für dich Mitleide habe oder dass mir selber passiert ist.
00:45:14: Und so ist es ja genau, wenn ich mich über jemanden freue oder für jemanden freu weiss den Körper nicht ob es für dich passiert oder über jemand anderes.
00:45:22: Also das geht immer um dich.
00:45:24: Jetzt habe ich etwas ausgeholt.
00:45:25: Schön gesagt!
00:45:26: Das treffst du auf den Punkt.
00:45:31: Was ist ein Moment ... auch sehr viel mit dir gemacht hat.
00:45:40: Jetzt sagen wir noch mal in deinem beruflichen Leben, im Moment wo du etwas passiert hast, sagen wir jetzt einmal natürlich beruflich-sportlich tätig, in einem unglaublich leistungsvollen Riesenerfolg oder eben auch ein Riesenschicksal?
00:46:00: Wo hast du in diesem Moment den Atem angehalten im Sinne von wow cool und so verrückt zum Beispiel?
00:46:08: Wir falten jetzt in den Kopf, wo Fiala oder auf dem Eis gelegen ist nach einem olympischen Spiel.
00:46:16: Er spielt bis heute noch nicht.
00:46:18: Was mir aufgefallen ist, habe ich gerade mit meiner Freundin diskutiert.
00:46:22: Er hat eine totale Ruhe auf diesem Eis gelegt und sah seine Augen.
00:46:25: Er hatte geatmet.
00:46:26: Er blieb bei sich und fuchtelte nicht um.
00:46:29: Er lernte in meinen Augen, wenn die Situation kommt, dann musst du ganz ruhig bleiben.
00:46:33: Dann musst du bei dir bleiben!
00:46:36: Das ist jetzt eine sehr traurige und unschöne Schicksalsgeschichte, die es im Sport gibt.
00:46:43: Gefahren mit sich.
00:46:44: Willst du mir da noch etwas auf den Weg geben, was du erlebt hast?
00:46:48: Wo du nicht einer dieser Leute bist.
00:46:50: Also gerade zwei Minuten später auf gut Deutsch gesagt.
00:46:52: Ich auch ... das ist etwas sehr emotionales in meinem Beruf.
00:46:57: Ich habe beides erlebt.
00:46:59: Unfassbar viele schöne Momente erlebt, die ich nie vergessen werde.
00:47:04: Das meiste Titel sind von Mannschaften, bei denen ich nicht einen grossen Bezug habe und mich wahnsinnig berührt, wenn es einem Sportler im Tag X aufgeht.
00:47:13: Mit der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, an dem ich lange unterwegs war, habe ich eine sehr schöne Erlebnisse verfeiert oder mit der Frauenatze hier, wo sie in der Schweiz waren.
00:47:21: Was dort abgegangen ist, war hochemotional.
00:47:23: Ich darf dabei sein, wie Federer Titel gewinnt und live verratet.
00:47:28: Das ist wahnsinnig!
00:47:29: Es geht so unter die Haut.
00:47:32: Ich darf im Weltklasse Zürich-Stadium dabei sein wo es Weltrekord gibt.
00:47:37: Ich kann dabei sein was der Jusssen Bolt seine Weltrekorde in Berlin geholt hat.
00:47:44: Peckring, Eröffnungs-Firm, Nullacht.
00:47:46: Es war unfassbar emotional schön.
00:47:49: Ich brauche mich Zeit um das zu verarbeiten.
00:47:51: Jetzt habe ich vielleicht fünf oder sechs Sachen gesagt und ich könnte wahrscheinlich noch die Reise mehr aufzählen?
00:47:54: Nein, mehr!
00:47:55: Das ist so ein Privileg.
00:47:57: Aber auch Sachen erlebt, die nicht schön waren.
00:48:00: Ich war bei Skiren so viele Mal vor Ort, als es ganz schlimme Stürze gegeben hat.
00:48:06: Linzi Wanz letztes Mal in Katina.
00:48:08: Ey, das geht Thema so oder tut.
00:48:10: Du bist dort, wenn der Helikopter kommt.
00:48:13: Ich war an Skirenn, wo der Helikopter viermal hintereinander kam.
00:48:17: Und du bist im Ziel und weißt ... Hey!
00:48:20: Du spürst die Atmosphäre?
00:48:23: Da können
00:48:24: wir trainen.
00:48:25: Nicht nur wegen dem Einzelschicksal, sondern auch ... Du bist ja plötzlich bewusst, dass du am Ort für ein gewisses Leben eine andere Wende nehmen konntest.
00:48:39: Und das finde ich der Gedanke für mich noch recht schräg.
00:48:41: Für mich noch schlimmer, so schön der Sport ist, so fies kann er in so einem Moment sein.
00:48:46: und dann merkst du, die Person, die jetzt vor Unglück geschehen ist, da ist sie unter Umständen seit den zwanzig-driechsten Jahren, ist sie jeden Tag am Perfektionieren, dass sie jetzt eben am Starker sind und jetzt weisst ihr, dass vielleicht ein halbes Jahr oder ein Jahr weg ihrem Job ihre Leidenschaft nicht ausüben?
00:49:02: Also es ist wirklich etwas Krasses!
00:49:03: Du bist wie die Kilde, die sich wieder verletzt hat.
00:49:07: Ja, da war ich im Zielraum.
00:49:08: Im Kilde zum ersten Mal, als man in den Wangen gestürzt ist, ist das Zielraum gestürzelt.
00:49:12: Ich
00:49:14: bin dort am Zielraum und dann fliege ich und du bist dort und weißt schon ... Oh nein!
00:49:21: Ich hatte Studiosendungen, wo der Danish Fussballer Ericsson einen Herz im Fach gehabt hat.
00:49:27: Wir sind hier und mussten übernehmen und der Nation sagen, was es jetzt war, obwohl wir nichts wussten.
00:49:33: Du hast in diesem Moment Tränen hier, weil du weißt ... Da könnte ein Mensch gestorben sein.
00:49:38: Ich kenne ihn nicht persönlich.
00:49:40: Aber es macht etwas
00:49:40: berührt?
00:49:42: Es berührt ja!
00:49:43: Ich habe vor zwei Wochen eine Ausbildung in der San Arena gemacht als Nothelfer.
00:49:49: Wir haben gewisse Leute bei Zweifel im Büro, die verantwortlich sind für die Situation und dort haben wir genau die Ehrungs- und Geschichte Video angeschaut und beobachtet, wie die Menschen umreagieren.
00:50:01: Man kann ihn noch genau erinnern.
00:50:03: Ich glaube, es war der Captain von seinem Team von denen.
00:50:07: Er ist sofort zu ihm an und war ganz ruhig bei ihm und hat gemerkt oder hat viel Ruhe bewahrt.
00:50:13: Die anderen waren mega hektisch gewesen.
00:50:15: Die Nöchsten haben auch Brüllen.
00:50:17: Dann ist letztendlich eine Dauerzone so lange bis die nächste Sanität reinkommen.
00:50:21: Ja krass was da passiert aber interessant eben weil ... wie du mit deinem Beruf immer mittendrin bist von grossartigen Erfolgen und ganz schlimmen Schicksalsschlägen.
00:50:34: Wenn ich jetzt einfach nochmal schnell die Energie ein bisschen aufzubringen in den Sinn der Themen, wenn du jetzt einen speziellen Normalwürsch auswählen willst – und versuche einfach aus der Spontanität heraus zu antworten – wo du gerne noch einmal Würsche erleben möchtest?
00:50:48: Welche positive Momente dieser Atmosphäre Und von der Energie auf den Platz wirst du gerne noch einmal erleben.
00:50:54: Eins, zwei, drei!
00:50:56: Boah,
00:50:57: fein... Ah, das finde ich gut.
00:50:59: Hey, es ist so schwierig.
00:51:02: Ich glaube was mir wirklich unglaublich unter die Hucke ging, ist zwölf Jahre her, aus dem Jahr und vierzehnt Dominic Geys in Olympia Sieger in Sochi.
00:51:09: Das
00:51:10: ist der, wo sie ihre Grossmortarglüte hat?
00:51:11: Ja genau, das
00:51:12: kennt gerade jeder oder jede.
00:51:14: Ich habe ihr ganze Keuer begleitet im Ziel herum und ich habe mitbekommen wie sie X mal im Netz gelandet ist.
00:51:21: Ich glaube, acht oder neun?
00:51:23: Du nimmst sicher neue Operationen und nicht etwas Neues sondern heftige Operationen.
00:51:28: Kreuzbänder alles Zeug kaputt gewesen!
00:51:32: Und sie ist immer wieder zurück.
00:51:34: und an diesem Tag am wichtigsten Tag, Tag X von deiner Karriere geht alles auf und du bist so burscht!
00:51:40: Und diesen Moment ist mir so eingefahren ich weiss nicht ob er zu mir kommen würde oder zum Ende und dass der steht um entweder wie ich bin Wenn ich das kalt lade, dann musst du heim, du musst den Job wechseln.
00:51:51: Das kann deine Kalt
00:51:51: lassen?
00:51:53: Nein!
00:51:55: Wir können uns nicht ansatzweise in die Menschen, die so etwas erleben, ihnen fühlen.
00:51:59: Nicht ansatzweislich, weil wir das nie gemacht haben.
00:52:01: Was es vor allem gebraucht hat und jetzt hier, oder?
00:52:03: Genau.
00:52:03: Wir sehen ja nicht wie viele diese Schufte in der Kraft rüben... Grunde-Training machen, wie viele Stangen die umfahren.
00:52:13: Wie viel mal die am Morgen fünf aufstehen.
00:52:15: So habe ich Sport ins Bacon und auf Partys auf Hochzeit, auf Geburtstag verzichtet damit es eben ihrer Leidenschaft Profisport noch geht.
00:52:22: Das ist das was mich so fasziniert an diesen Menschen.
00:52:24: Und dann ist du der Tag X... Es
00:52:28: geht auf!
00:52:29: Das ist ein Moment, das ist zwölf Jahre her Das wird ich nie mehr vergessen im Zieleraum.
00:52:33: Spiel dir noch vor dir, wie sie auf dich zukommt und auf das Interview geht es los?
00:52:37: Und du sagst etwas und bist selber voll dorthin.
00:52:39: Das
00:52:40: ist und dann auch... Wie holst du jetzt den Mensch ab?
00:52:42: oder was ist jetzt so... Wow!
00:52:44: Sag etwas!
00:52:45: Ja, sagen
00:52:46: du etwas
00:52:47: ja?!
00:52:48: Ja und von diesen Moment ganz ehrlich, ich habe so viele von diesen Momente schöner darf ermitteln und ich brauche mir viel Zeit um das ein bisschen setzen zu lassen.
00:52:57: also Hast du meine Familienfragen nach Olympischen Spielen, nach drei, vier Wochen, wenn ich vor Ort bin und heimkomme?
00:53:03: Hätte mich im Fall zwei, drei Tage
00:53:06: am Boden,
00:53:07: am Brüllen, von Glück, vom Wehmut, weil es vorbei ist.
00:53:13: Alle Emotionen vermissten sich!
00:53:14: Weil du erlebstest in so einer kompakten Zeit so viele Emotion in beide Richtungen die schönen und die weniger schönen.
00:53:21: Und wir haben das Privileg, dass man immer zu vorderster bei ist und die ersten schon mit denen dürfen reden.
00:53:25: Du kommst die Emotionen, du machst etwas mit dir.
00:53:27: Die lädt mich nicht kalt.
00:53:28: Auch wenn ich journalistisch in deinem Stanz muss waren, das ist mein Auftrag und das ist mir auch ganz wichtig aber es lädt dich nicht kallt.
00:53:36: Und wenn du dann heimkommst und so Olympische Spiele sind vorbei, dann gehst du wie ein Loch und du merkst, hey ich muss jetzt diese Emotion vorab bündeln?
00:53:48: Ja, das macht den Job aus Und sehr dankbar kann es sein, dass man so etwas erleben darf.
00:53:57: Oder man auch eine Art wie ein Bindeglied ist zwischen der Nation die zuhause ist und den Athleten von der Nation auf dem Platz, wo man dann diese Emotionen transportiert finde ich etwas.
00:54:17: Für mich hat das Fötterli auch noch mitgenommen.
00:54:20: Was ich auch etwas unglaubliches finde, ist im Prinzip eben auch... Jetzt können wir nochmal auf den Föttern erzählen, was er in dem letzten Match hatte und neben Nadal sitzt.
00:54:29: Was siehst du auf diesem Fötteri?
00:54:30: Auf
00:54:31: jeder Nadal?
00:54:32: beide am Brüllen heben die ganze Herze.
00:54:37: Weil Sie in diesem Moment gewusst haben, dass eine sehr grosse, wichtige Zeit in Ihren Leben vorbei ist.
00:54:42: Trialität, Freundschaft Letzte Auftrieb vom Federer und was sich die beiden geben.
00:54:49: So ein schönes Bild, das zeigt ja dass es nicht Maschinen sind, sondern Menschen.
00:54:56: Mit mega viel Gefühl mit Empathie, mit einem unfassbaren Ehrgeiz der beste Wille zu sein.
00:55:03: Und sie brauchen ihre Rivalität.
00:55:04: Die brauchen einen grossen Rivalneben da damit sie stärker werden.
00:55:08: Der Federer war für den Nadal unfassbar wichtig und umgekehrt auch.
00:55:11: Und Jokovic kann man dazu nehmen, Andy Murray auch!
00:55:14: Aber das ist so ein schönes Bild, weil in diesem Moment wird die Menschlichkeit sichtbar und fühlbar oder dass diese wirkliche Emotionalen Brote sind.
00:55:26: Und einfach ausgelaugt, traurig.
00:55:29: Wahrscheinlich auch dankbar für das, was sie zusammen gehabt haben?
00:55:31: Hat alles drin?
00:55:32: Ich glaube es ist eine Neuart von Freundschaft, Feindschaft... Ich weiss nicht, dass die Freundschaft ein falsches Falschen ist.
00:55:44: Es hat einmal einen sehr coolen Wort für das Erwähnen.
00:55:48: Dass du einen brauchst, um sich zu pushen auf jeder Sportart in den grössten Gegnern.
00:55:52: Aber dich genau das umso näher als Menschen bringt.
00:55:56: oder zum Beispiel der Sinner und Alcarazo zusammen das Flugzeug teilen, wenn sie auf Australien fliegen, dann Australian Open.
00:56:02: Also unglaublich unfassbar!
00:56:04: und hier auf dem Platz bettelt.
00:56:08: Und das vom höchsten Grad mental ist Dennis wie nichts anderes, ich meine wir zwei, die ja auch spielen wissen um was es geht und wir haben niemanden, der uns zu beruht.
00:56:17: aber wir sind total am Ende oder im Himmel wenn wir gewinnen.
00:56:22: Das finde ich sehr interessant und es zeigt dass mir Menschen über die Emotionen eigentlich alles steuern und ganz viel vorgehen, wie wir wirken können.
00:56:34: Und ich finde das ein sehr schöner Weg.
00:56:37: Absolut
00:56:39: ja!
00:56:41: Ja jetzt haben wir noch etwa fünf Minuten, Lukas würde ich sagen.
00:56:43: Können wir es langsam in den Abschluss gehen?
00:56:47: Ich
00:56:47: habe noch etwas, was ich wirklich sehr lustig finde mit diesem Foto.
00:56:52: Wirdst du viel auf das angesprochen?
00:56:54: Man sieht, dass mich und Jürgen Klopp auf dem Foto ... heute noch sehr viel auf dieses Anspruch.
00:57:00: Was hast du schon gesagt?
00:57:01: Ich
00:57:02: glaube,
00:57:02: es war das Finale des Europas, wo sie die Liverpool verloren haben.
00:57:06: Ja genau!
00:57:07: Und dann hattest du in den Interviews vorher drei oder vier andere Journalisten getroffen.
00:57:11: Oder warst du der erste?
00:57:12: Nein, jetzt gibt es
00:57:12: ein bisschen Geschichte und ich muss vielleicht ein wenig zuhause holen.
00:57:14: Haben wir noch Zeit?
00:57:15: Wir
00:57:15: hatten noch Zeit.
00:57:17: Der Enklop war mein erster Studiogast im Sport-Lounge moderiert.
00:57:20: Er war mit Dortmund in St.
00:57:23: Gallen.
00:57:23: Die haben sich dort vorbereitet nach einem Testspiel.
00:57:28: Wir haben ihn getroffen, Sportlounge und Hintergrundmagazin.
00:57:32: Ich habe eine Viertelstunde mit ihm über das Leben reden können – seine Kindheit oder so.
00:57:36: Das war ein sehr gutes Interview.
00:57:38: Von meiner Seite meine ich, aber von ihm ist viel gekommen.
00:57:41: Sehr unglaublich persönlich!
00:57:43: Wir haben uns dort wirklich schätzen gelernt, wir haben die Telefonnummer austauscht.
00:57:47: Es war wirklich super schön.
00:57:50: Und ein paar Jahre später treffe ich ihn wieder In Basel, er ist Leverpult-Trainer, Europa League-Final und ich habe einen Tag vor dem Match mit ihm ein längeres Interview gehabt.
00:58:02: Wenn du dir den Topfen austauschst, war es sehr gut.
00:58:05: Es war fast schon ein freundschaftliches, also ein sehr offenes Gespräch auch nach dem Interview noch.
00:58:13: Und dann hat er verloren und ist nach dem Match eigentlich fast das Erste zu mir gekommen.
00:58:18: Wir haben irgendwie gerade geconnectet und kamen.
00:58:20: Und wir haben ein vierminütiges Interview gemacht, das sehr lange ist.
00:58:23: Normalerweise hast du drei Fragen und dann musst du weiter.
00:58:25: Aber er ist einfach bleiben, bleiben, stehen.
00:58:27: Ich habe in diesem Moment so etwas reagiert wie ich nicht erzählen kann.
00:58:29: Nämlich ... Wir waren uns fast nach als Sportjournalist und als Protagonist.
00:58:38: In dem Moment hatte ich das Gefühl, dass ich ihn ein bisschen aufmute, weil er jetzt verloren hat.
00:58:43: Meine journalistische Distanz ist verloren.
00:58:47: Ich sagte ihm, Ich hoffe, du kannst dich ja nicht in der Lage mehr oder schnell abhaken.
00:58:53: Wie sagt man ihr im Fall?
00:58:54: Nicht Kopf hoch sondern Klopp hoch.
00:58:57: Das ist ein dummer Spruch.
00:58:59: Der ist mal ab.
00:58:59: Er hat ihn wieder vorbereitet und er macht einen schönen Moment aus
00:59:02: dem Entstand her.
00:59:03: Und diesen Moment ist mir am Kopf irgendetwas ... Ich mache gerne Sprech.
00:59:07: Es ist manchmal eine Gratwanderung.
00:59:08: Ich weiss so, wenn ich das Leben mit Sprechen gehe Leute manchmal ein bisschen poppen oder ich meine so nie böse, sondern es ist einfach der Blut.
00:59:17: Ist mir rausgerutscht und das Ding ist er selber schon gar nicht verrückt worden.
00:59:21: Er hat mich ja dann gesagt wenn man genau anlässt sehen sie Sie haben jetzt im Moment kein Problem.
00:59:27: aber ich habe ein grosses Problem und mit dem muss ich jetzt umgehen.
00:59:30: Adi und ist gegangen Und es ist eh die letzte Frage, ich habe ihn ja schon verabschiedet.
00:59:34: Dann ging es los in den Medien.
00:59:36: Ich habe ihm beleidigt, er hat mir vorgelaufen und ich sage nicht mehr tragbar, ich muss ihn SRF verlassen.
00:59:41: Es war eine Riesengeschichte.
00:59:42: Nur die letzten zwei oder drei Sekunden zeigt er auch von dem.
00:59:44: Ja logisch!
00:59:45: Der Freche hat die Welt darüber berichtet.
00:59:47: Frankfurt allgemein und die Süddeutsche.
00:59:50: In der Schweiz jedes Medium.
00:59:51: am Morgen hat das Telefon gelötet, alle Radios haben angemeldet.
00:59:53: Einen Zeug im Fall!
00:59:54: Ich hatte ein Gefühl, dass jemand mich umgebracht hat.
00:59:56: Ich hab mich geschämt und das Gefühl, alle schauen mich an... Und das ist wirklich, also es war nicht gut gegangen.
01:00:01: Es war heftig.
01:00:01: Aber wie gerade so ein
01:00:02: Reisen-Schiss war man jetzt gar nicht bewusst?
01:00:04: Ja
01:00:05: und das Lustige ist, dass der Klopp etwas mitbekommen hat... Und hat mir angelitten, zwei Tage später, und habe gesagt, hey du hast schon besser Sprüche gemacht im Jahr.
01:00:14: Hätte mich nicht gerade aufgemuntert aber weiss ich was?
01:00:16: Ich lade dich ein auf Liverpool und wir machen das Interview über Humor im Sport.
01:00:21: Das ist von seinem Kursprojekt initiativ gekommen.
01:00:24: Dann bin ich nach Liverpool geflogen wieder für die Sportlounge und wir hatten ein halbstündiges Gespräch über Humore im Sport Und damit war die Sache wunderbar erledigt.
01:00:34: Sie wird mir heute noch ein bisschen nahe treiben, also ich gehe heute noch Leute und sage, hey, folge mal wegen dem Kloppen so.
01:00:39: Du bist voll okay!
01:00:41: Ich
01:00:41: finde es ja mittlerweile ... Aber
01:00:43: wir wissen nicht was sie mit ihr gemacht haben.
01:00:44: an Evapi oder das ist ... Ja, für
01:00:46: selber die Schulden.
01:00:46: Es war ein Spruch, der nicht erzählte... Ich glaube es gibt es heute zu, den hätte ich nicht sollen machen.
01:00:50: Das war wirklich voll daneben.
01:00:52: Ja aber wiederum glaube ich...
01:00:54: Aber es ist etwas draussen
01:00:55: entstanden.
01:00:58: Was kann man machen?
01:00:59: dass einem das nicht rausrutscht, um sich bewusst zu sein.
01:01:03: Dass man in einer gewissen ... Ich würde mal sagen von mir als Persönlichkeit rutschen, weil ich es einfach lustig finde und es gut gemeint habe.
01:01:13: Du hast sie auch gut gemeilt.
01:01:15: aber was hast du dir für eine Klarheit gesetzt?
01:01:19: Dass so etwas nicht mehr passiert obwohl das ja eigentlich auch der sehr zugängliche bodenständige menschliche Lucas ist?
01:01:28: Ich glaube, ich habe mega viel aus diesem Moment gelernt.
01:01:31: Wenn du etwas humoristisch oder spruchwätsch oder provokativ willst, dann kannst du ganz schnell noch mal reflektieren.
01:01:38: Ich glaube das schon.
01:01:39: Aber im Moment ist es auch schwierig?
01:01:41: Ja,
01:01:41: es ist sehr schwierig!
01:01:42: Das heisst nicht, dass ich web meine Persönlichkeit verlassen und keine Sprüche mehr machen oder nichts mehr möchte.
01:01:49: Was auch nicht, eine Bemerkung zu machen.
01:01:51: Nur noch null acht fünfzehn Sachen, das werde ich nicht.
01:01:54: Ich web bei mir bleiben und ich bin so... Aber ich glaube, wenn jemand von einer Niederlage kommt und es für dich etwas ganz, ganz centrales gibt auch unseren Jungen immer mit.
01:02:04: Überlegen euch!
01:02:06: Was diese Menschen jetzt durchgemacht haben, bevor sie das Interview starten.
01:02:09: Dann hier nur schnell Ansatz zu sein in einer Sätze.
01:02:14: Nur ganz schnell!
01:02:15: Und dann hast du automatisch schon gesagt, der hat gerade ein Europa League Florent und die spielen den ersten Jahr nicht in der Champions League wegen dem.
01:02:22: Also das ist eine Million Niederlage und Prestige und alles... Hey, du es machen!
01:02:28: Aber nicht wegen diesem Mulkob und nur noch Anständig Korrekt aus Leben zieht, das finde ich schade.
01:02:36: Das ist gut!
01:02:37: Ich glaube, dass wir in der Geschäftswelt eben in gewissen Meetings, wo auch sehr viel drin ist und in den Leiden, damit man sich mehr an ihnen versetzt.
01:02:43: Und wenn man dort immer bewusst ist, was macht es mit dem Gegenüber?
01:02:47: Ich finde das ein super Beispiel, das ich so gerne mitnehmen möchte... Ich finde aber wiederum möchte ich dir den Ball trotzdem nochmal schnell mit sehr viel Wertschätzung zurückgeben, so wie ich dich erlebt habe.
01:03:04: Wenn die Kameras nicht ohn sind und du moderierst auf einer Bühne, eben genau deine Sprüche finde ich sehr nahbar, find' ich sehr wertschätzend.
01:03:11: Das ist der Schalke.
01:03:12: über dem, was wir geredet haben.
01:03:13: Er hat nur eine Medaille.
01:03:15: Über wer haben wir noch vorhin gereden?
01:03:16: Über
01:03:16: Rohimojic.
01:03:17: Über Rohimojic, wo er den Schalken kennt Und das macht mich aus.
01:03:21: Möchte ich motivieren zum weiterhin bei dir bleiben weiterzutragen.
01:03:27: Ich schätze, das ist eine sehr coole Art und schöne Art.
01:03:32: Jetzt möchte ich dir noch ein Schlusswort geben.
01:03:36: Vielleicht auch nochmal so etwas mit was wünschst du anderen Menschen in Bezug auf die Kommunikation von Mensch zu Mensch?
01:03:46: Was möchtest du denen, die zu los sind, noch mit auf den Weg gehen?
01:03:53: Was soll sich immer bewusst sein oder vielleicht aus deiner Perspektive als Lukas mit deinem Leben und deinen Erfahrungen nach Hause tragen.
01:04:04: Ich glaube, das Wichtigste ist, dass ihr euch mitmeldet.
01:04:09: Lernet von jedem und von jeder etwas.
01:04:11: Das gibt es nämlich.
01:04:13: Nehmt euch selbst nicht zu wichtig!
01:04:16: Und was ich gelernt habe im Leben, ist, das Leben als solches nicht mega ernst nehmen.
01:04:24: Vor allem wir in unserer Breite gerade.
01:04:25: Uns geht es so gut, denn wir haben alles!
01:04:28: Wir haben das wunderbares Gesundheitssystem, wir haben ein wunderbaes Bildungssystem... Also jeder und jede, die gehen reisen sieht, dass das was wir in der Schweiz haben, nicht die Regel ist, sondern das ist Ausnahme.
01:04:40: So wie wir leben dürfen, erleben ganz wenige Menschen auf dieser Welt.
01:04:44: Und das auf sich auch bewusst und dankbar sein demütig war finde ich etwas extremes Wichtiges.
01:04:50: Das Leben als solcher ist fast nicht mega ernst.
01:04:54: Er kommt schon gut, er kommt immer gut und gönnt auf die Leute zu.
01:04:58: Gönnt mit den Leuten und jeder hat eine spannende Geschichte.
01:05:02: Mega schön!
01:05:02: Ich freue mich bei euch auch auf gut Deutsch gesagt und dieser öffentlichen Gespräch
01:05:06: finde
01:05:06: ich etwas ganz Tolles.
01:05:08: Ich danke dir herzlich für diese fantastische Zeit mit dir.
01:05:13: Danke vielmals.
01:05:13: Es wird mir sicher sehr in der Erinnerung bleiben dürfen hier Mit dir sitzen, wo ich jetzt sitze und alles Gute!
01:05:23: Wünsche ich dir auch.
01:05:24: Danke vielmals.
01:05:25: Sehr spannend gewesen.
01:05:25: Merci.
01:05:26: Bis auf einen Schnaps in der letzten Zeit.
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